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Kopfkino

 

Und ich weiß, dass es wieder nur ein Film ist,

und dass das nicht du bist

nur die Vorstellung du könntest es sein

in mir


Und ich wage nicht zu denken,

wage nichteinmal zu träumen

es wäre noch da, alles wäre noch gut

aber ist es nicht mehr


Und ich frage mich oft

was wäre wenn und wenn es so wäre,

wäre ich dann, die die ich bin,

ohne zu sein wie das was ich nie sein wollte


Aber der Gedanke plagt mich,

ich wag nicht, dir zu verzeihen,

wage nicht, dich zu vergessen

wie könnte ich auch


kann nicht unterscheiden, ob es gut ist oder schlecht

kann mir auch kein Urteil mehr erlauben

zu verschwommen die Erinnerung daran,

dass es ein davor gab und ein danach.


Und ich weiß, dass es wieder nur ein Film ist,

und dass das nicht du bist

nur die Vorstellung du könntest es sein

in mir


und es nagt an mir, ein Bild von dir zu sehen

und nicht zu wissen, wer du heute bist

ich würde wohl erschrecken, bald verrecken,

dass du nicht das Bild bist, in mir.


Wieviel Fiktion steckt in dem Film,

den ich seit Jahren über dich drehe,

immer wieder dieselben szenen durchgespielt,

ausprobiert und kaum mit der Realität verglichen.


Ich bin gewichen, der Wahrheit,

weil ich sie nicht ertrag halt,

und mir lieber vormache, es könnte alles gut sein.

Ohne dich.


Und es ist ja auch gut, immer wieder.

Ich kann es vergessen, mich daran messen,

dass es ein neues Leben gibt, ohne dich,

nur ich.


Weiß nicht, wie es dir geht,

ob sich die erde auch für dich dreht,

oder du immernoch steckst in dem Loch

wie vor jahren,

als wir uns versprachen, still und ohne zu sprechen,

immer füreinander da zu sein,

und damals gab ich ein bisschen von mir an dich

und behielt etwas von dir in mir,

nur um auch glauben zu können,

dass es uns mal gab und dass das alles


nicht wieder nur ein Film ist

und du da bist

zumindest die Vorstellung von dir

in mir


27.3.10 20:53, kommentieren

 

Ich kann mich erinnern, zwei Leben zu führen,

eins ohne das andere nur halb,

aber ständig getrennt.

 

27.3.10 20:54, kommentieren

Gedankenfetzen eines Abends (unvollendet)

Es könnte ein perfekter abend sein,

wir gehen shoppen, noch spazieren,

können reden, lachen, ich freu mich dich zu sehen

dann ins kino


ein romantischer Film,

wussten wir nicht, aber schön ists trotzdem,

es ist dunkel, wir könnten händchen halten,

einfach so


ich habe lust zu küssen,

dich zu küssen, schließlich sitzt du ja neben mir

aber warum, ich weiß wie deine lippen schmecken

es hat nicht funktioniert


und weil ich es weiß, lass ich es bleiben

sind schließlich gute Freunde geblieben,

weil aus dem anderen nichts wurde

aber heute


heute hätte ich wieder lust darauf,

also aufs küssen

und bei dir da passt das gerade gut

bist ja gerade da

eigetnlich warst du immer da


aber heute bist du nur eine Projektion meiner gefühle

die leinwand, auf die ich schreiben möchte

nur ein paar zeilen und dann weitergehen

aber das tat dir schon einmal weh


denn eigentlich

könnte heute jeder mein projektor sein

 

30.3.10 00:42, kommentieren